Tagebuch

Tagebuch

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Ta|ge|buch ['ta:gəbʊ:x], das; -[e]s, Tagebücher ['ta:gəby:çɐ]:
Buch, Heft für tägliche Eintragungen persönlicher Erlebnisse und Gedanken:
ein Tagebuch führen.

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Ta|ge|buch 〈n. 12u
1. Buch, in dem man sich täglich (od. häufig) Aufzeichnungen, bes. über Erlebnisse, Gedanken, macht
2. Geschäftsbuch, in das die tägl. Geschäfte eingetragen werden
● Roman in Form eines \Tagebuches

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Ta|ge|buch, das:
1. Buch, Heft für tägliche Eintragungen persönlicher Erlebnisse u. Gedanken:
ein T. führen.
2. Buch, Heft für laufende Eintragungen dienstlicher Vorgänge.
3. (Buchf.) Buch, Heft für laufende Eintragungen von Buchungen zur späteren Übertragung ins Hauptbuch.

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Tagebuch,
 
1) Handelsrecht: tägliche Aufzeichnung besonders des Handelsmaklers über alle von ihm vermittelten Geschäfte, um den Beweis des Geschäfts zu sichern. - In der Kaufmannssprache bezeichnet man als Tagebuch (Journal) das in der doppelten Buchführung übliche Grundbuch für die fortlaufende (nicht nach Konten gegliederte) Aufzeichnung von Geschäftsvorfällen.
 
 2) Literaturwissenschaft: unmittelbarste Form der autobiographischen Aufzeichnung, meist täglich verfasste und chronologisch aneinander gereihte Skizzen, in denen der Autor Erfahrungen mit sich und seiner Umwelt festhält. Als relativ autonome literarische Texte können Tagebücher betrachtet werden, die schon im Hinblick auf eine spätere Veröffentlichung konzipiert (und damit oft stilisiert) sind; in ihnen ist das rein Private zurückgedrängt, oft stehen bestimmte Themen im Vordergrund (Kriegs-, Reisetagebücher, philosophische oder kunstkritische Reflexionen, zeitkritische Analysen u. a.). Besonders das literarische Tagebuch gibt wichtige Aufschlüsse über künstlerische Schaffensprozesse (z. B. bei H. Carossa, A. Gide, E. Jünger, T. Mann, Virginia Woolf) und seinen zeitgeschichtlichen Kontext (Brigitte Reimann).
 
Tagebuchähnliche Formen sind seit der Antike bekannt (u. a. Hypomnema, Ephemeriden). Seit dem späten 17. Jahrhundert wurde das Tagebuch (Diarium) besonders in bürgerlichen Schichten zunehmend beliebt. Als (nicht zur Veröffentlichung bestimmtes) Zeitdokument wurde später das Tagebuch von S. Pepys (1660-69) berühmt. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts, als mit dem Pietismus und der Empfindsamkeit die persönlichen Bekenntnisse auf immer größeres Interesse stießen, gilt die Form als wichtiger Bestandteil des literarischen und kulturellen Lebens (Autobiographie, Memoiren); sie steht bei vielen Autoren gleichberechtigt neben ihren sonstigen Werken, so u. a. bei M. de Montaigne, Goethe, Lord Byron, E. T. A. Hoffmann, F. Grillparzer, F. Hebbel, den Brüdern E. und J. de Goncourt, S. Kierkegaard, L. N. Tolstoj, F. Kafka, R. Musil, A. Camus, G. Benn, M. Frisch.
 
Daneben können auch fiktive Tagebücher als Strukturelemente erzählender Texte auftreten, sei es als Erzähleinlagen, wie etwa bei D. Defoe (»The life and strange surprizing adventures of Robinson Crusoe. ..«, 3 Bände, 1719-20), S. Richardson (»Pamela, or virtue rewarded«, 2 Bände, 1740), Goethe (»Die Wahlverwandtschaften«, 2 Teile, 1809), A. Gide (»La porte étroite«, 1907) oder auch als bestimmendes Kompositionselement (Tagebuchroman), wie z. B. bei W. Raabe (»Die Chronik der Sperlingsgasse«, 1857), R. M. Rilke (»Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge«, 2 Bände, 1910) oder M. Frisch (»Stiller«, 1954).
 
 3) Schifffahrt: Schiffstagebuch, das Logbuch.
 

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Ta|ge|buch, das: 1. Buch, Heft für tägliche Eintragungen persönlicher Erlebnisse u. Gedanken: ein T. führen; Mein T. berichtet unter dem Datum des 13. April: ... (K. Mann, Wendepunkt 60). 2. Buch, Heft für laufende Eintragungen dienstlicher Vorgänge. 3. (Buchf.) Buch, Heft für laufende Eintragungen von Buchungen zur späteren Übertragung ins Hauptbuch.

Universal-Lexikon. 2012.

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